Harry Chapin - Taxi


Maria Montessori Schule



Ich absolviere momentan den Bundesfreiwilligendienst an der Maria Montessori Grundschule in Dorsten und wollte euch von meinen Erfahrungen berichten.
Maria Montessori hat ein Konzept des selbstständigen Lernens entwickelt, dieses Konzept wird heute in vielen Kindergärten und Schulen auf der ganzen Welt angewandt. Das Konzept geht davon aus, das Kinder von Natur aus sehr Neugierig und Wissbegierig sind. Maria Montessori spricht von sensiblen Phasen, in welchen die Kinder in der Lage sind sich sehr lange und sehr intensiv auf ein bestimmtes Thema einzulassen.  Sollte ein Kind also in einer Phase sein, in der es sich besonders intensiv mit einem Thema beschäftigt, dann sollte man diese Phase auf jeden Fall nutzen und dem Kind die Möglichkeit geben seine Neugierde auszuleben. Das Konzept nach Maria Montessori versucht jedes Kind individuell zu fördern und versucht jedem Kind die Zeit zu geben die es zum lernen braucht! Dabei ist es sehr wichtig das Kind nicht zum lernen zu zwingen, sondern das Kind fürs Lernen zu begeistern. Der Lehrer nimmt dabei eine vermittelnde Rolle ein, seine Aufgabe ist es dem Kind das Lernmaterial näher zu bringen und ihm bei Fragen zu helfen.  In einem 2 Jährigen Lehrgang lernen die Lehrer die verschiedenen Montessori Materialien kennen und lernen auch wie sie diese den Kindern näher bringen. Einen solchen Lehrgang, sollte jeder Klassenlehrer einer Montessori Schule absolviert haben. Nun klingt das alles in der Theorie sehr schön, aber wie sieht es ganz konkret in der Praxis aus. Im Gegensatz zu normalen Grundschulen, gibt es in den meisten Montessori Schulen keine Klassen nach Jahrgängen, sondern Jahrgangsmischungen von den Klassen 1-4, das hat den Vorteil, dadurch soll übertriebener Konkurrenzkampf zwischen den Schülern vermieden werden. Auch der Stundenplan sieht im Vergleich zu einer Regelschule deutlich anders aus, ein großer Teil des Unterrichtes besteht aus der sogenannten Freiarbeit, wo die Kinder Rechnen und Schreiben lernen aber auch Projekten in verschiedensten Themen nachgehen.  Neben der Freiarbeit gibt es noch den Experten Unterricht in den Bereichen Mathe, Deutsch und Englisch und den Epochen Unterricht, wo die Kinder sich über Wochen gemeinsam mit einem bestimmten Themen beschäftigen, so gibt es Theaterepochen, Sexualepochen oder Naturepochen. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur Regelschule, besteht im Fehlen von Noten, Zeugnissen, Klausuren und oftmals Hausaufgaben. All dies soll dafür Sorgen, dass dem Kind die Freude am Lernen nicht verloren geht. Die Kinder werden jedoch dazu angehalten, zuhause freiwillig weiter zu lernen.  Ein solche Betreuung ist an einer Regelschule nicht vorstellbar. Bei Klassengrößen von 24 Schülern und nur einem Lehrer, kann so ein Konzept nicht umgesetzt werden. In den Klassen der Montessori Schule lernen meist nur ca. 18 Schüler zusammen und das bei einer deutlich höheren Zahl an Lehrpersonal. Auf eine Lehrkraft kommen 4-6 Schüler. Trotz all dieser Fakten, haben viel Montessori Schulen in Deutschland mit dem Ruf zu kämpfen nur für „spezielle Kinder“ zu sein. Für viele klingt das Konzept sehr interessant, aber ihr eigenes Kind würden sie nie an einer solchen Schule anmelden. Immer mehr Eltern hoffen auf den Erfolg ihrer Kinder in der Schule und das fängt bereits im Vorschulalter an. Wie leben in einer Leistungsgesellschaft und diesen Druck spüren oft sogar schon die kleinsten. Oft wird vergessen wie wichtig die Grund und Vorschulzeit für Kinder ist, nicht nur in der schulischen sondern auch in der persönlichen Entwicklung des Kindes, in dieser Zeit werden Grundsteine gelegt, die nach der Grundschule entscheidend und unwiderruflich sind. Bitte lasst mich in den Kommentaren wissen, was ihr denkt. Würdet ihr euer Kind auf eine Montessori Schule schicken?

E-Book vs. Print-Book



Von klassischen russischen Romanen bis hin zu modernen Urban Fantasy Roman, gibt es wenig was ich nicht gerne lese.  Bücher sind für mich der beste Weg um mich mit mir selbst zu beschäftigen und um einfach mal ein bisschen abzuschalten. Bücher erschaffen eigene Welten und regen die Fantasie und Kreativität an.  Würden die Menschen die Stunden die sie vor dem Fernseher verbringen lesen, dann würden einige Menschen vielleicht endlich weniger reden und man könnte stattdessen anfangen wirklich interessante Gespräche zu führen. Naja ich mach mir keine Hoffnungen, denn soweit wird es vorerst nicht kommen. All jene die bis hierhin noch nicht abgeschaltet haben und tapfer weitergelesen haben, möchte ich um Kommentare zum Thema E-Book vs. Print-Book bitten. Ich selbst habe mir vor nicht allzu langer Zeit ein Kindle gekauft und bin inzwischen völlig verliebt in mein Kindle und bin regelmäßig enttäuscht wenn ich ein Buch nicht als E-Book finden kann. Das Kindle bietet unglaublich viele Vorteile: Es ist durch Größe und Gewicht ausgenommen praktisch, es ist im Gegensatz zum Lesen am Computer sehr angenehm für die Augen, es gibt ein riesiges Angebot an gratis Büchern im Internet und es ist dabei auch noch umweltfreundlich. Gegenargumente sind, dass eine haptische Erfahrung verloren geht, wer liebt nicht den Geruch eines Buches beim ersten Öffnen. Außerdem besteht die Gefahr, dass den Büchern bald dasselbe wie der Musik droht und alles illegal im Internet angeboten wird, mit dem Unterschied, dass Autoren häufig viel mehr auf die Einnahmen durch ihre Werke angewiesen sind als viele Musiker. Lasst mich wissen was ihr über dieses Thema denkt! Ich freue mich über jeden Kommentar!
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...